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06.09.2009 Von: Jürgen Conrad
 

10. VEJ-Mediendialog

4. und 5. September 2009 in München - Bericht zu Hinsken


von links: Roger Kindermann, Ernst Hinsken, Michael Jäger
 

In seiner Erwiderung auf die Auszeichnung bedankte sich Hinsken für die „große Ehre“.

Seine Hauptaufgabe sieht er darin, den Tourismus nach Deutschland zu stärken. Er sei aber nicht der „Reiseonkel der Bundesregierung“. 260 Milliarden Euro hätten die Deutschen als Touristen ins Ausland geschafft, nur 26 Milliarden Euro hätten ausländische Touristen in Deutschland gelassen. Wenn chinesische Touristen nach Deutschland kämen – nicht wenige könnten sich eine solche Reise leisten, immerhin gebe es 30 Millionen Dollarmillionäre in China – wenn diese Menschen also nach Deutschland reisten, wohin würden sie dann fahren? fragte Hinsken die VEJ-Journalisten und gab auch gleich die Antwort: nach Trier, wo sie das Geburtshaus von Karl Marx besuchten.

Roger Kindermann, Ernst Hinsken, Michael Jäger mit MdEP Markus Ferber

Der Tourismusbereich sei in Deutschland ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, mit 2,8 Millionen Arbeitsplätzen grösser als die Autoindustrie und siebenmal grösser als die chemische Industrie; darüber hinaus ist sie ein bedeutender Ausbildungsplatz für junge Leute, sagte Hinsken. (www.ernst-hinsken.de/) Er ging so weit, den Tourismus als die künftige „Leitindustrie“ zu bezeichnen.

80 Prozent der Europäer verbringen ihren Urlaub in Europa. Auch in Deutschland gebe es den Trend, den Urlaub im eigenen Land zu verbringen, wenn auch die Wirtschaftskrise zu einem Rückschlag geführt habe und auch die Deutschen ihren Euro zweimal umdrehen, bevor sie ihn ausgeben.

Der Tourismus ist nach Hinskens Worten die „beste Aussenpolitik, die es gibt“. Die Journalisten würden das Recht auf Reisefreiheit verteidigen. Das Wort „Reisefreiheit“ sei 1989 bei der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten, das Wort des Jahres gewesen.

 

juconrad@web.de