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24.10.2005 Von: Jürgen Conrad
 

6. Münchener Mediendialog 15./16. Oktober 2005

Googeln Sie noch ? Versuchen Sie es mal mit Seekport ! Eine neue europäische Suchmaschine wird auf dem 6. Münchener Mediendialog der VEJ vorgestellt


Jeder Benutzer des Internet kennt Google oder Yahoo, die großen internationalen Suchmaschinen. Sucht man dort z.B. nach Rasenmähern, so wird der Bildschirm überschwemmt mit tausenden Informationen aus aller Welt. Die großen Netzwerke aus den USA bestimmen den Suchmarkt, europäische Suchtechnologie spielt international kaum eine Rolle. Für eine kundenspezifische, individuelle Internetsuche gibt es kaum Anbieter.

Hier kommt Seekport ins Spiel, die „innovative europäische Suchmaschine“, wie sie sich selber nennt. Auf dem 6. Münchener Mediendialog der VEJ wurde sie von Stephan Kazaunika, einem der Geschäftsführer, vorgestellt.

Als einziger Anbieter liefert sie nach seinen Worten einen individuellen Mix von Suchmöglichkeiten. Denn amerikanische Suchmaschinen liefern nur eine Art „Einheitssuche“, die die lokalen Bedürfnisse  nur unzureichend abdeckt. Darüber hinaus bekomme der Anwender bei  Suchergebnisse in den Weltsprachen Englisch und Spanisch überwiegend US-amerikanische Internetseiten auf den Bildschirm. Bei Seekport werde daher besonderer Wert auf regionale Quellen gelegt. Ruft man z.B. Seekport-Großbritannien auf, so stammen die Suchergebnisse auch tatsächlich nur aus englischen  Quellen und nicht aus amerikanischen. Seekport-Spanien liefert Ergebnisse aus und für Spanien und nicht aus Lateinamerika oder den USA, wobei die spanischen Regionen und Sprachen besonders berücksichtigt werden. So lassen sich Suchergebnisse in den Sprachen Castillian, Catalan, Baskisch und Galizisch einstellen, höchst individuell also.

Sogenannte Indexteams für jedes Land sichern dabei die Qualität der Suchergebnisse, sagt Kazaunika, auf aktuelle Entwicklungen könne schnell reagiert werden. Länderteams gebe es in Hamburg, Paris, London, Madrid und Mailand, das zentrale Entwicklungs- und Technikteam hat seinen Sitz in München.

Mitte 2004 ist Seekport gestartet. Mit Hochdruck werde daran gearbeitet, neben den fünf westeuropäischen Ländern, in denen die Suchmaschine schon vertreten ist, auch Skandinavien und Osteuropa zu bedienen. Daß das Unternehmen erfolgreich ist, belegt eine eindrucksvolle Liste von Kunden allein in Deutschland, die Kazaunika den Journalisten in München präsentierte. Darunter sind namhafte Zeitungen und (private) Fernsehsender. Und auch die Pressestimmen von Fachmagazinen können sich sehen lassen. Eine sei zitiert. Das Computer-Magazin „com“ zieht das folgende Fazit: „Ein vielversprechender Google-Konkurrent mit guten Ideen und schneller Suche“.

Finanziert wird Seekport interessanterweise weitgehend aus Indien, was zeigt, dass auch indische Investoren Arbeitsplätze in Deutschland schaffen.  Geldquelle für die Investoren ist dabei auch der Verkauf der Reihenfolge der aufgerufenen websites. Wer als erster genannt wird, der zahlt auch mehr.