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22.10.2009 Von: Jürgen Conrad
 

European Journalists Association – The Communication Network

47. Kongress vom 8.-11. Oktober in Innsbruck


European Journalists Association – The Communication Network
47. Kongress vom 8.-11. Oktober in Innsbruck

 

-          Tirol – Land mit europäischem Charakter

-          Transeuropäische Transportprojekte

-          Die Maut als ökonomisches und ökologisches Steuerungsinstrument

-          MIDAS – Medien für Sprachminderheiten in Europa

-          Der Brenner Basistunnel, der längste Tunnel der Welt

-          Finanzkrise und ihre Auswirkungen auf die Medien

-          Eine kurze Erinnerung an den 20. Jahrestag des Mauerfalls

-          SWARCO – Sicheres Reisen auf den Straßen der Welt

-          Swarovskis Kristallwelten – ein glitzernder Traum

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Texte und Fotos: Jürgen Conrad (juconrad@web.de)

 

Um über das Thema „Transeuropäische Netzwerke, die Auswirkungen der Verkehrsmittel auf den Binnenmarkt und die Stärkung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts“ zu debattieren hatte sich EJ-Präsident DDr. Paolo Magagnotti keinen besseren Tagungsort aussuchen können als Innsbruck. „The Capital of the Alps“ –die  Hauptstadt der Alpen, wie sich Innsbruck selbstbewusst nennt, liegt im Schnittpunkt nicht nur der wichtigsten europäischen Nord-Süd-Verbindung, sondern auch bedeutender Ost-West-Verbindungen.

 Der Alpenraum mit seinen Provinzen Tirol und Südtirol war auch immer „ein Labor der  ersten Stunde“ für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, wie Paolo Magagnotti in seiner Begrüssungsrede vor den rund 50 Teilnehmern aus allen Teilen Europas im Landhaus, dem Sitz des Tiroler Parlament, betonte.  

Den Binnenmarkt bezeichnete Magagnotti als einen der größten Erfolge der europäischen Integration. Doch gebe es bei den europäischen Institutionen Defizite in der Wahrnehmung dessen, was in der Bevölkerung gedacht werde. Ausdrücklich kritisierte Magagnotti den Abstand zwischen den EU-Institutionen und den EU-Bürgern.

Auch gebe es viele Widersprüche in der EU-Politik. So liefen gleichzeitig  EU -Förderprogramme für den Tabakanbau und Kampagnen gegen das Rauchen – beides finanziert mit dem Geld der Steuerzahler. Auch wenn er nicht verallgemeinern wolle, so müsste sich doch vieles ändern, sagte der EJ-Präsident, der dann den Gastgeber, Landtagspräsident Herwig van Staa an das Mikrofon bat.

 

 

Tirol – Land mit europäischem Charakter

 

Der Politiker hob die Bedeutung Tirols als „Land europäischen Charakters“ hervor. Kaiser Maximilian I. war es, der zu Beginn des 16. Jahrhunderts Innsbruck zur Residenzstadt machte und Tirol zu einer Drehscheibe europäischer Politik. Seit dem EU-Beitritt Österreichs 1995 habe das Land Tirol die Vorteile der offenen Grenzen, die Freizügigkeit, die Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten in ganz Europa und die Forschungskooperationen zu nutzen gewusst, sagte van Staa. Viele auf europäischer Ebene getroffene Entscheidungen seien für Tirol von erheblicher Bedeutung. Daher engagiere sich das Land maßgeblich in verschiedenen Ausschüssen der EU und des Europarates, in Kongressen und Versammlungen der Regionen. Er selbst sei seit vielen Jahren als Vizepräsident und österreichischer Delegationsleiter im Ausschuss der Regionen tätig. Dieser Ausschuss versteht sich nach seinen Worten nicht als Lobbygruppe. Vielmehr will er „Argumente an die Kommission“ herantragen. So habe die dänische Kommissarin für Landwirtschaft lange gebraucht bis sie verstanden habe, dass Landwirtschaft im flachen Dänemark anders funktioniert als im Alpenraum.

Das historische Tirol umfasste bis zum Ende des Ersten Weltkrieges neben dem Bundesland Tirol auch Südtirol und Trentino. Ihre freundschaftlichen Beziehungen gingen weit über ein formelles, gut-nachbarschaftliches Verhältnis hinaus, betonte van Staa. Die Bezeichnung „Europaregion“  geht auf das Europäische Rahmenabkommen über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Gebietskörperschaften des Europarats zurück, das die Kooperation zwischen den Regionen Europas über die staatlichen Grenzen hinweg regelt.

Die Zusammenarbeit innerhalb der 1998 ins Leben gerufenen Europaregion Tirol, Südtirol und Trentino findet in institutionalisierter Form durch den „Dreier-Landtag“ statt, der alle zwei Jahre abgehalten wird. Darüber hinaus gebe es gemeinsame Sitzungen der Landesregierungen und der drei Landeshauptleute (Ministerpräsidenten von Bundesländern). In Brüssel unterhalten die drei Länder ein gemeinsames Verbindungsbüro bei der Europäischen Union, um dort ihre Interessen effizienter einbringen zu können.

 

Ein wichtiges gemeinsames Projekt ist der Bau des Brenner Basis Tunnels. Hierbei geht es in erster Linie um die Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene. Im ökologisch sensiblen Alpengebiet gehört die Balance zwischen Natur und Umwelt einerseits und den wirtschaftlichen Erfordernissen andererseits zu den zentralen Anliegen der Europaregion, sagte van Staa.

 

Bei der Verlagerung des ständig zunehmenden Transit-Schwerverkehrs ginge es auch um „Kostenwahrheit“.  Eingerechnet werden müssten nicht nur die Baukosten, sondern auch die indirekten Kosten für Gesundheit und Umwelt. Zu den Anliegen der Europaregion gehört  auch, Wettbewerbsgleichheit durch Angleichung der Transitgebühren zwischen der Schweiz und Österreich herzustellen. Durch die Schweiz zu fahren kommt die Spediteure viel teurer als durch Österreich, deswegen nehmen sie  den bis zu 400 Kilometer langen Umweg über den Brenner in Kauf, um Kosten zu sparen. Den Preis dafür entrichten die Anwohner, deren Gesundheit durch erhöhte Lärm- und Abgasbelastung nachhaltig geschädigt wird und die Umwelt, die wieder einmal wirtschaftlichen Interessen geopfert wird.

 

Transeuropäische Verkehrsprojekte

 

In einer Live-Konferenz nach Brüssel

erläuterte Herald Ruyters, Abteilungsleiter Koordination TEN-T Priority Projects bei der Europäischen Kommission den Bericht des verstorbenen Kommissars Karel van Miert, der den Bau des Brenner Basis Tunnels zwanzig Jahre lang vorangetrieben hat. Deutschland habe wichtige Beiträge für die Schienenverbindung von Nord nach Süd geleistet.

So sei die ICE-Strecke von Nürnberg nach München jetzt in Betrieb, bis 2015 werde das  fehlende Teilstück zwischen Halle und Leipzig und in Italien zwischen Mailand und Neapel fertig gestellt sein. Noch müssten weitere Zulaufstrecken für den Tunnel, ebenso Terminals und Verladestationen für das ganze vernetzte Bauwerk errichtet werden.

Für die Jahre 2007 bis 2013 werde die EU-Kommission  rund eine Milliarde Euro an Fördergeldern ausgeben.

 

 

 

Die Maut als ökonomisches und ökologisches Steuerungsinstrument

Die „sozioökonomischen Auswirkungen“ einer „grüneren“ europäischen Transportpolitik beleuchtete Dr. Klaus Schierhackl, Vizepräsident der ASECAP, der europäischen Vereinigung der Mautbetreiber, in einem Vortrag auf dem EJ-Kongress in Innsbruck.

 

In der Organisation haben sich 149 Mautbetreiber aus 21 Mitgliedesländern zusammengeschlossen. Sie erwirtschaften auf den von privaten Investoren gebauten Autobahnen, Brücken und Tunnels einen Jahresumsatz von 21 Milliarden Euro, der allerdings rückläufig sei, weil weniger gefahren werde. Das habe zur Folge, dass die operativen Kosten der Straßenbetreiber gesenkt werden müssten.

Im Rahmen des österreichischen Konjunkturpaketes ist vorgesehen, verschiedene Straßenprojekte früher als geplant zu bauen. Schierhackl führte aus, 20 bis 40 Prozent der Ausgaben für neue Strecken gehen in Maßnahmen zur Entlastung der Umwelt. Bei der Tarifgestaltung werde in Österreich mit Beginn des neuen Jahres die schadstoffabhängige Maut eingeführt – eine Vorgabe der EU vom 1. Januar 2009. Die aktuelle „Wegekostenrichtlinie“ setzt auch den Rahmen für externe Kosten, also für verkehrsbedingte Luftverschmutzung und Lärmbelastung und für die volkswirtschaftlichen Kosten von Verkehrsstaus. Für den Brenner bedeute dies einen Aufschlag von 25 Prozent auf den maximal zulässigen Mauttarif. Für die Zukunft wird etwa ein einheitlicher europäischer Mautdienst, die weitere Verbesserung der Verkehrssicherheit, ein „grünerer“ Gütertransport und der Ausbau der Satellitennavigation angestrebt.

 

 

   Der Brenner Basistunnel –ein Bauwerk europäischer Dimension

 

Über den Bau des Brenner Basistunnels, des weltweit längsten Tunnels, referierte in Innsbruck  Prof. Konrad Bergmeister, Vorstandsdirektor der Europäischen Brenner Basistunnel Gesellschaft.

Der Brennerpass ist nicht nur historisch gesehen ein begehrter Verkehrsweg. Heute stellt er die wichtigste Nord-Süd-Verbindung in der Europäischen Union dar. Jährlich verkehren hier zwei Millionen Lastkraftwagen, die 50 Millionen Tonnen an Gütern transportieren. Hinzu kommen 10 Millionen PKW.

Durch die zunehmende Umweltbelastung in den engen Bergtälern bis hin zum Unterland Südtirols und nach Verona konnte es ein „weiter so“ in der bisherigen Verkehrspolitik nicht geben, sagte Bergmeister (konrad.bergmeister@bbt-se.com)

 Beim Brenner-Basistunnel handelt es sich um einen reinen Eisenbahntunnel, der praktisch ohne Steigungen auskommt. Er ist mit zwei Röhren angelegt, die immer wieder miteinander verbunden sind. Der Tunnel wird südlich von Innsbruck mit der bereits bestehenden, auch unterirdisch verlaufenden Umfahrung verbunden. Mit dieser Umfahrung und dem Basistunnel entsteht mit 62,7 Kilometern Länge die weltweit längste unterirdische Eisenbahnstrecke der Welt.

 

Der Brenner Basistunnel ist ein zentraler Abschnitt der neuen „Hochleistungsachse“ für die Eisenbahn von Berlin bis nach Neapel.

Nach Fertigstellung des Basistunnels voraussichtlich im Jahr 2022 und der entsprechenden Zulaufstrecken kann diese neue unterirdische Brennerbahn bis zu zwei Drittel des Güterverkehrsaufkommens am Brenner aufnehmen. Durch verkehrs- und tarifpolitische Rahmenbedingungen sollte es nach den Worten Bergmeisters möglich sein, dass auf der Autobahn nur noch ein Drittel des zukünftigen Gütertransports abgewickelt wird.

Das Bauwerk setzt auch Impulse für Europa. Mit der Beteiligung von sieben Universitäten, ist der Brenner Basistunnel die „größte Wissenswerkstätte“ der EU. Zudem gibt es ein Umweltmonitoring zwischen fünf Ländern, wobei alle Regionen ihre Daten austauschen. Acht Milliarden Euro wird der Tunnel voraussichtlich kosten.

 

 

      MIDAS - Medien für Sprachminderheiten in Europa

 

Bojan Brezigar, Vorstandsmitglied von MIDAS und Chefredakteur der slowenischen Zeitung Primorski Dnevnik stellte den EJ-Journalisten in Innsbruck eine relativ junge Organisation vor.

Hinter dem Kürzel verbirgt sich die „Minority Dailies Association“, der europäische Zusammenschluss von Tageszeitungen, die in Minderheiten- oder Regionalsprachen erscheinen. 31 Zeitungen in 14 verschiedenen Sprachen haben sich inzwischen MIDAS angeschlossen, und neue Mitglieder vor allem aus den Ländern Osteuropas, aber etwa auch aus Wales und Irland, wollen sich anschließen. Schon drei Millionen Leser informieren sich so täglich über die Weltereignisse und natürlich  über alles, was mit ihrer Volksgruppe zu tun hat.

So erscheint in Bautzen, im äußersten Osten Deutschlands die „SERBSKE NOWINY“  (www.serbske-nowiny.de) für die slawische Minderheit der Sorben. In Südtirol – Trentino-Alto Adige wendet sich die „Dolomiten“ an die deutschsprachige Bevölkerung  (www.dolomiten.it) und an die kleine Minderheit der Ladiner (www.stol.it). Auch die „Tageszeitung“ (info@tageszeitung.it) aus Bozen erscheint in deutscher Sprache.

 

Alle diese Publikationen sollen, wie Bojan Brezigar ausführte, die Öffentlichkeit für die Probleme von Minderheiten sensibilisieren. Sie sollen Informationen untereinander austauschen, Kampagnen organisieren und natürlich Geld aus Brüssel für Minderheiten-Projekte lockermachen. Diese Publikationen „machen Minderheiten in einer Mehrheitsgesellschaft sichtbar“. Und sie bewahren ihren Sprachschatz und bereichern so die Kultur des Landes in dem sie leben. Mehr als 45 Millionen Menschen in Europa sprechen eine „inoffizielle“ Sprache. Da, wo  Minderheitenrechte verletzt werden, versucht MIDAS, das sich als Netzwerk versteht, zu intervenieren und Konflikte zu lösen.

 

Gefragt nach dem Unterschied zwischen einer Minderheitensprache in der EU und den sprachlichen Minderheiten etwa der Araber in Frankreich oder der Türken in Deutschland sagte Brezigar, Araber und Türken stünden mit ihren Sprachen in der Tradition ihrer Heimatländer. Die Pflege ihrer Heimatsprache sei ein Menschenrecht. Die traditionellen Minderheitensprachen aber seien „Teil der europäischen Erbes“.

 

 

 Die Finanzkrise und ihre Auswirkungen auf die Medien

Der zweite Tag des EJ-Kongresses begann mit einem Vortrag von Vassil Sotirov, dem Vorstandsmitglied der Bulgarischen Journalistenvereinigung und Chef der Auslandsredaktion der Tageszeitung „24 Hours“. Sie gehört zur deutschen WAZ-Gruppe, die fast überall in Ost- und Südosteuropa vertreten ist. Er sprach über die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Medienlandschaft insbesondere in seinem Land. Dort könne man ein allgemeines „buy out“ der Medien beobachten. Bulgarische Journalisten fordern daher ein öffentliches Register der Medien-Besitzer, damit die Journalisten wissen, wer die Zeitung finanziert. Denn viele Blätter gehören inzwischen wenigen Großverlagen.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat zu drastischen Einbrüchen bei den Werbeeinnahmen geführt, worunter nach seinen Worten die Zeitungen am meisten leiden. Viele große Titel würden, auch in Europa, verkauft. Er verwies auf die Krise der großen Tageszeitungen in den USA. Dort sei sogar die New York Times gefährdet.

In Osteuropa ist es nach seinen Worten heute leichter, die Medien zu manipulieren. Wenn auch viele Journalisten professionell arbeiteten und ihren Job lieben und an ihn glauben, so seien sie doch schlecht bezahlt. Erfahrung werde immer weniger geschätzt, obgleich sie in diesem Beruf das wichtigste sei. Die Verleger suchten heute junge, billige Kräfte. Niemand traut sich aufzumucken, keine Streiks für die Erhaltung von Arbeitsplätzen - nichts. Sinkende Qualität ist die Folge. Der Vertrauensverlust in die Medien ist denn auch nach seinen Worten eine der übelsten Auswirkungen der Krise. Die Demokratie aber braucht seriösen Journalismus, der den Politikern auf die Finger schaut, weniger Sensation und Klatsch, sagte Sotirov. Das Internet ist kein Ersatz für eine gut recherchierte Story, für die es manchmal Wochen braucht, um bis zum Kern eines Problems vorzustoßen. Sotirov forderte die Europäische Kommission und das Europäische Parlament auf, eine Debatte über die Medienkrise in der Europäischen Union anzustoßen.

 

 

Erinnerung an den 20. Jahrestag des Falls der Mauer

und des Eisernen Vorhangs

 

Bevor die Journalistengruppe der EJ aufbrach, um in die Kristallwelten von Swarovski einzutauchen, wurde an den 20. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer und des Eisernen Vorhangs erinnert. So berichtete VEJ-Präsident Rotger Kindermann, wie er am 9. November 1989 in Brüssel war. Damals war er Chefredakteur des Deutschen Handwerksblattes. 72.000 begrenzt selbstständige Handwerksbetriebe habe es in der DDR noch gegeben; dieses Nischendasein war im Westen weitgehend unbekannt. Vier Tage nach dem Mauerfall sei ein junger Handwerksmeister aus Jena zu ihm gekommen und erkundigte sich, wie denn das Handwerk in der Bundesrepublik Deutschland funktioniert, wie man sich selbständig macht, welche Formalitäten es zu beachten gilt etc.

Kindermann wies darauf hin, dass ohne die Solidarnosc, ohne eine mutige Regierung in Ungarn und ohne jene tschechischen Soldaten, die den DDR-Flüchtlingen über den Zaun der Prager Botschaft geholfen haben, und natürlich ohne Gorbatschow das alles nicht möglich gewesen wäre.

Katarzyna Pezka-Wolsztajn aus Polen studierte 1989 Journalismus als sie von den Streiks in den Fabriken und vom Ruf nach Freiheit und Demokratie hörte. Am 9. November war sie in Warschau. Als sie vom Fall der Mauer hörte, habe sie ihre Freunde in Berlin angerufen, die voller Begeisterung waren. Ein Jahr später begann auch für sie ein Jahr der Veränderung, als sie ein Studium in Wien begann.

 

Istvàn Hegedüs aus Ungarn machte einen Dokumentarfilm über den Eisernen Vorhang. Darin schilderten Zeitzeugen ihre entsetzlichen Erlebnisse an der Grenze.

 

Raluca Nelepcu aus Rumänien sagte, die Revolution in Rumänien habe in  Temesvar/Timisoara angefangen. Ein beliebter Pfarrer sollte wegen seiner kritischen Einstellung verhaftet werden, und die Leute wollten das verhindern. Immer mehr seien gekommen, alles schlug um in offene Revolution. Schüsse fielen, sie selbst habe auf dem Fußboden geschlafen, um nicht von den Kugeln getroffen zu werden. Die Menschen stürmten die Zentrale der Securitate, des einst so gefürchteten Geheimdienstes, töteten schließlich den verhassten Diktator Ceausescu. „100 Menschen starben allein in Temesvar für die Freiheit“.

 

Swarco – sicheres Reisen auf allen Strassen

Aufbruch in eine andere Welt, in die Kristallwelt Swarowskis in der Nähe von Innsbruck. Nach der Begrüßung durch Manfred Swarovski,

berichtete zunächst Richard Neumann, der Kommunikationsdirektor von SWARCO (richard.neumann@swarco.com)

über die Aktivitäten dieser wachsenden internationalen Firmengruppe für Verkehrssicherheit und intelligentem Verkehrsmanagment. Von der selbstleuchtenden Straßenmarkierung, über komplette Autobahnleitsysteme bis hin zu LED-Eisenbahnsignalen und Ampeln sowie ihrer intelligenten Steuerung bietet SWARCO nach den Worten Neumanns qualitativ hochwertige und umweltfreundliche Lösungen für alle Bedürfnisse samt Service und Instandhaltung an. In manchen Bereichen ist SWARCO inzwischen die Nummer Eins in der Welt. Heute produziert SWARCO in 20 Ländern und beschäftigt 2.700 Mitarbeiter.

 

Swarovskis Kristallwelten – ein glitzernder Traum

 

Die Erfolgsgeschichte der Swarovski-Brüder ist genauso märchenhaft wie ihre weltweit hoch geschätzten Schmuck-Kreationen. Der junge Daniel Swarovski, geboren in Nordböhmen, heute ein Teil Tschechiens, erfand während seiner Glasschleiferlehre 1892 die Maschine, die das Schleifen von Kristallen revolutionieren sollte. 1895 gründete er dann auf Grund des Patentes seine Firma. Er brauchte aber mehr Wasserkraft und ein Produktionsgebäude. Auch wollte er das Geheimnis seiner Erfindung bewahren. In Wattens in Tirol fand er dann die für ihn idealen Bedingungen.

Über 100 Jahre später, im Jahre 2008 eröffnete Swarovski die Flagship Boutique im renommierten Ginza-Viertel von Tokio. Sie dient als Modell für alle Swarovski-Boutiquen weltweit, die in Zusammenarbeit mit dem bekannten japanischen Designer Tokujin Yoshioka eine Ahnung von der Traumwelt dieser ungewöhnlichen Firma bieten. Dank der Verwendung von Swarovski-Kristallen, hergestellt aus Glas mit geheimen Zutaten, entstehen faszinierende und aufregende Werke, wie ein Gang durch die „Kristallwelten“ zeigte. Selbst abgebrühte Journalisten staunten dort aus großen Kinderaugen.

 

      

 

  

 

 

 

 

 

Die EJ bedankt sich für die Unterstützung des Kongresses bei der Tiroler Landesregierung, dem Präsidium des Tiroler Landtages, der Stadt Innsbruck, der SWARCO AG, der Gesellschaft des Brenner Basistunnels, der STRABAG SE und der Firma Fröschl Erdarbeiten.