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16.11.2006 Von: Marwan Chourbaji
 

„Dialog der Journalisten dient der Völkerverständigung“

Journalisten aus Europa und Afrika miteinander im Dienste der Völkerverständigung



Journalisten aus Europa und Afrika sollten nach Meinung des Präsidenten der italienischen Journalistenkammer, Dr. Lorenzo Del Boca, miteinander im Dienste der Völkerverständigung reden. Denn, so begründet Dr. Del Boca seinen Appell, den die Teilnehmer am AEJ-Seminar in Trentino ausdrücklich begrüßten, das „kulturelle Wachstum“ des Journalismus bedeute eine stärkere Fähigkeit, Themen zu verstehen, zu interpretieren und darüber so berichten, sodass sie von den Gesellschaften verstanden werden. In seiner Einleitung unterstrich Dr. Del Boca die Notwendigkeit und die Bedeutung des Gedanken- und Informationsaustausches zwischen Journalisten. Es sei wichtig, dass sich Journalisten treffen und Erfahrungen sowie Informationen austauschen. Ferner sei es wichtig, dass sie gemeinsam nach Lösungen für ähnlich gelagerte Probleme in dieser globalen Welt suchten.

 
Der Beruf des Journalismus bedeute, so Dr. Del Boca, gemeinsam wachsen. Der Fortschritt eines einzelnen Journalisten in einem Land sei ein  Fortschritt aller Journalisten und die Schwierigkeiten und Probleme eines Journalisten oder einer Gruppe von Journalisten in einem Land seien Probleme aller Journalisten. Deshalb sollten nach seiner Meinung alle Journalisten gemeinsam dafür sorgen, dass der Journalismus, dass die Informationen zunehmen können. Der Informationsaustausch dürfe nicht an den geographischen Grenzen enden, die vor Jahrhunderten festgelegt worden sind.

 

Dr. Del Boca wies  auf die Gründung eines Forums der Mittelmeer-Journalisten hin und erinnerte an die Geschichte der Mittelmeerregion, an die Gemeinsamkeiten dieser Länder und stellte fest, dass diese Region der erste Bezugspunkt für die europäische Einheit gewesen sei. Die Zukunft Europas, so Dr. Del Boca, hänge von der Gegenwart und von der Fähigkeit ab, mit den Kollegen aus dem Libanon, Tunesien und dem Irak zu sprechen, die eine schreckliche Zeit erlebten. Europa dürfe nicht als eine kleine Insel in seinen Grenzen bleiben. Dies sei die Mission der Journalisten, und wenn sie in der Lage sind dies zu tun, dann würden sie dem Berufsbild des Journalismus helfen und zur kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Länder beitragen.

 

Text und Foto: Marwan Chourbaji