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14.11.2006 Von: Marwan Chourbaji
 

Der 48. FIJET-Kongress in Karlovy Vary/ Tschechien

Tijani Haddad : Tourismus kann den Weltfrieden fördern


Vor Vertretern aus 27 Ländern unterstrich Tijani Haddad, der Präsident der „ Association of professional travel writers and journalists“, der ältesten Organisation der Tourismus-Journalisten auf der Welt, die Rolle und die Bedeutung des Tourismus bei der Förderung der Völkerverständigung und des Weltfriedens. Haddad, der zugleich Minister für Tourismus in seiner Heimat Tunesien ist,  erklärte, dass gerade der Tourismus eine positive Rolle im Dialog der Kulturen  spiele. Wir hätten, so Haddad, eine „universelle Zivilisation“ mit unterschiedlichen Kulturen. Gegenseitiger Respekt und die Toleranz würden den Dialog zwischen diesen Kulturen fördern und den Weg zur Verständigung ebnen. Die „FIJET-Familie“, die aus Mitgliedern verschiedener Kulturen und Religionen bestehe, habe keine „Familien-Probleme“, weil die Mitglieder dieser Familie die Prinzipien von Toleranz und gegenseitigem Respekt achten und pflegen.

 

Zum ersten Mal in der 52-jährigen Geschichte der FIJET fand ein Jahreskongress in Tschechien statt. In der Karlovy Vary Region, einer Region historischer Städte, Region der Thermen, Schlösser und der wunderschönen Natur diskutierten Tourismusexperten nicht nur über Völkerverständigung, sondern auch über Mittel und Wege die Chancen der Tourismus-Industrie zu verbessern. In kleinen und großen Gruppen tauschten Experten aus Ländern der fünf Kontinente Erfahrungen und Entwicklungsstandpunkte aus. Dies geschah nicht nur am Kongressort in den historischen Gebäuden des Grandhotel Pupp, Hotel Carlsbad Plaza oder Imperial Hotel  der weltbekannten Spa-Stadt Karlsbad, sondern auch während gemeinsamer Ausflüge zum Besuch der Liqeur Fabrik Jan Becher, der Kristall-Glas Fabrik Moser und des Stadt-Theaters mit dem Stück „Zigeuner kommen in den Himmel „.  Ferner dürften Teilnehmer des Kongresses Spezialitäten Tschechiens am letzten Tag probieren und genießen wie die Weine der „Bank of Wines“ in Frantiskovy Lazne- Spa und das weltbekannte Bier Pilsner Urquell in Pilsen.

Auf ihren Sitzungen haben das FIJET-Exekutiv- Komitee und der Direktorenrat, in dem die VEJ als Mitglied durch den Vize-Präsidenten vertreten war, zwei wichtige Artikel in die Satzung aufgenommen. Bei dem einen geht es um die Aktivierung der Mitglieder und deren Ermutigung zum Schreiben: Wer an einem Kongress teilnimmt und nicht anschließend darüber berichtet, dem droht der Ausschluss aus der Mitgliedschaft und zwar zusammen mit seiner Assoziation. Der Versuch, die Assoziation von dieser Regelung unberührt zu belassen, scheiterte bei der anschließenden Abstimmung. Ferner wurde festgeschrieben, dass der Vize-Präsident  im Falle eines Rücktritts des Präsidenten  dessen Aufgaben wahrnimmt und die Wahl eines Nachfolgers bis spätestens zur nächsten Sitzung des Direktorenrates vorbereitet, der mindestens einmal im Jahr zusammentreten muss. Diese Regelung soll verhindern, dass der Vize-Präsident die Pflichten und Rechte des Präsidenten länger als ein Jahr ausübt.

Am Ende dieses vom FIJET-Generalsekretär Petr Kulhanek und seinen Komitee-Kollegen hervorragend organisierten Kongresses stand die Frage nach dem nächsten Ort zur Abhaltung des Jahreskongresses 2007.  Hierfür kamen Ägypten, Italien, Israel, Bolivien und Qatar ins Gespräch. Die Vertreter Israels stellten Fragen, die vermuten lassen, dass sie nicht abgeneigt wären, ihr Land zu benennen, möchten jedoch noch einige Fragen daheim klären. Als Favoriten gelten heute Ägypten und Italien. 
 

Text und Foto: Marwan Chourbaji