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15.10.2012 Von: Maganotti/Kindermann
 

Zur Verleihung des Friedensnobelpreises an die Europäische Union erklärt die European Journalists Association:


 

„So etwa müssen sich die Väter Europas, Konrad Adenauer, Alcide De Gasperi und Robert Schuman die Zukunft unseres Kontinentes vorgestellt haben:

Europäische Zusammenarbeit – das sind  heute

-       27 Staaten im engen Verbund,

-       23 Amtssprachen,

-       über eine halbe Milliarde Menschen, die friedlich zusammenleben,

-       der weltweit größte Binnenmarkt und

-       die Möglichkeit, EU-weit zu arbeiten, zu studieren und zu lernen.

 

Die Zukunft von damals ist die Gegenwart von heute. Daher ist die Verleihung des Friedensnobelpreises auch eine Verneigung vor den Vätern Europas und vor all denen, die im Laufe der Jahrzehnte konstruktiv an der Verwirklichung dieser Idee mitgewirkt haben.

 

Gleichzeitig möchten wir an diesem Tag der Freude davor warnen: Europa darf sich nicht zu einem bürokratischen Monster entwickeln. Bürgernähe, die Beachtung des Subsidiaritätsprinzips und die Verteidigung der Pressefreiheit müssen ganz oben auf der europäischen Agenda stehen. Die Bürger sind nur bereit, sich von nationaler Souveränität zu verabschieden, wenn dieser Prozess einhergeht mit der Beachtung europäischer Wertvorstellungen und wenn die europäische Identität darunter nicht leidet. Wir begrüßen die Entscheidung des Nobelpreiskomitees nachdrücklich und hoffen, dass sie für die Politik Ansporn ist, die Schuldenkrise zu bekämpfen und das Zusammenwachsen Europas in Freiheit und Gerechtigkeit konsequent voran zu treiben. Die Europäischen Journalisten gratulieren allen EU-Institutionen zu dieser Auszeichnung, die zur rechten Zeit kommt.“

 

Prof. Paolo Magagnotti                                           Rotger Kindermann
Präsident                                                              Vizepräsident